Es war im Frühling des Jahres 1908, als in meinem Herzen der Gedanke immer mehr Raum gewann, hierorts eine Feuerwehr zu errichten. Warum? Die im Orte vorhandenen Löschgeräte waren veraltet, konnten nur als Notbehelfe betrachtet werden und standen seit einer Reihe von Jahren für den auswärtigen Dienst gar nicht mehr in Verwendung.

Zweitens stimmte der Zeitpunkt. Im Jahre 1908 wurde in allen Landen Österreichs das diamantene Jubiläum der Sr. Kaiserlichen und königlichen apostolischen Majestät, unseres heißgeliebten Kaisers Franz Josef I., festlich begangen, jenes erhabenen Herrschers, der ausdrücklich den Wunsch kundgab, dass in diesem Jubeljahre möglichst viel Wohltätiges für die Menschheit geschaffen werden möge.

Dass eine Feuerwehr schlecht sei, wagt heutzutage selbst der extremste Mensch nicht zu behaupten, ohne Gefahr zu laufen, von denkenden Menschen abgeführt zu werden. Trotzdem war die Gründung der hiesigen Feuerwehr wahrlich keine leichte Geburt.

Mit einer starken Gegenströmung musste der Kampf aufgenommen werden und es wäre kein Wunder gewesen, wenn der junge Verein im Keim wieder erstickt wäre.

Ich will taktvoll sein und über die Einzelheiten des wochenlangen aufregenden Ringens den Mantel der Nächstenliebe zu breiten. Ich habe für meine Gemeinde stets das Beste gewollt und es ging meinem Herzen sehr nahe, nicht verstanden worden zu sein – Behaarlichkeit führt zum Siege.

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Nicht einer der Gründer wurde abtrünnig. Herr Bürgermeister Schuster, ein Mann des Fortschritts, ordnete die offiziellen, Anton Wagensonner, Gastwirt und Realitätenbesitzer, im Verein mit den Herren Anton Schabl, WB und Theodor Schaller, Schmiedemeister die Geldangelegenheiten, indem die selben für das schuldige Anschaffungskapital bei der Engelmannsbrunner Raiffeisenkasse gutstanden. Die hohe k. u. k. n. ö. Statthalterei bewilligte die Bildung der hiesigen freiwilligen Feuerwehr am 7. Mai 1908, Z.V/2151. Die Konstituierung des Vereins fand am 22. Mai 1908 im Lokal des Herrn Anton Wagensonner statt. Möge der junge Verein wachsen , blühen und gedeihen. Gott zur Ehr‘, dem nächsten zur Wehr.

Neustift im Felde, im Mai 1908

Adalbert Hirsch, Gründungsmitglied der

Freiwilligen Feuerwehr Neustift im Felde

Unter den tatkräftigen Leitung des Hauptmann-Stellvertreters Herrn Johann Zehetner erbaute der Verein im Jahre 1913 ein neues Spritzenhaus. Bauführer war Herr Johann Damböck, Maurermeister in Kirchberg am Wagram, welcher den Bau schnell, schön und billig ausführte. Der Verein ist Herrn Josef Weidinger , dzt. Hauptmann-Stellvertreter, zu großem Dank verpflichtet, weil dieser das zum Bau erforderliche Geld gegen mäßige Verzinsung vorstreckte.

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Mannschaft im Jubiläumsjahr 2008 der freiwilligen Feuerwehr Neustift im Felde

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1. Reihe sitzend von l.: Leopold Uhl, Rudolf Schöfer sen., Walter Doppler, Karl Zimmermann sen., Egbert Groiß, Anton Wagensonner jun., Helmut Hoffmann jun., Anton Wagensonner sen., Anton Schiel sen., Karl Zimmermann jun.,

2. Reihe stehend v. l.: Herbert Schiel, Rudolf Schöfer jun., Alfred Söllner, Gerhard Walzer, Franz Sigl, Mario Maringer, Anton Schiel jun., Helmut Hoffmann sen., Franz Korn, Walter Eder, Christian Kolm, Franz Baum

3. Reihe stehend v. l.: Günther Payer, Manfred Daschütz, Franz Maringer, Christian Maringer, Gerhard Maringer, Norbert Markl, Christian Neiber, Leopold Neiber, franz Leuthner, Gerhard Baum, Thomas Maringer

Übungen und Bewerbe der freiwilligen Feuerwehr Neustift


Umbau des Feuerwehrhauses 1988

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Geräte und Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Neustift

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